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Jauchzet und Jubilieret

„Jauchzet, frohlocket!“

„Jauchzet, frohlocket…“ mit diesen Worten beginnt das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das der Klassik Chor München  unter der Leitung von Robert Scheingraber am
30. Dezember, 17:00 Uhr, in der Allerheiligen Hofkirche aufführt.
Das Werk, dem Bach selbst den Namen gab „ORATORIUM, welches die heilige Weyhnacht über in beyden Hauptkirchen zu Leipzig musiciret wurde“, besteht aus sechs sequentiellen Kantaten, die  Bach für die Festgottesdienste zwischen Weihnachten und Dreikönig geschrieben hat.
Als musikalischem Leiter ist es Robert Scheingraber wichtig, das Weihnachtsoratorium in seiner Gesamtheit – alle sechs Kantaten an einem Abend -  darzubieten. Im Sinn der Bachschen  Tradition und aus liturgischen Gründen wurde der Konzerttermin  bewusst in die weihnachtliche Zeit zwischen dem Heiligen  Abend und Neujahr gelegt. Ebenso soll der Raum der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz ganz konkret die kirchenmusikalische Bedeutung dieses Oratoriums herausstellen und dem Zuhörer  die Möglichkeit geben, in Klang und Raum die spirituelle Größe der Bachschen Musik zu empfinden, wie dies eben nur in einem Kirchenraum spürbar ist.
Um dem Originalklang möglichst nahe zu kommen, wurde das auf historischen Instrumenten musizierende Orchester La Banda verpflichtet; als Solisten wirken Gerlinde Sämann, Christa Bonhoff, Hubert Nettinger und Thomas Hamberger mit. 

Bach als bedeutendstem evangelischen Kirchenmusiker steht als katholischer Gegenpol Wolfgang Amadeus Mozart gegenüber, dessen Geburtstag sich am 27. Januar zum 250. Mal jährt.
Grund genug für den Klassik Chor München, in das „Jubilate - Jauchzet“  mit ein zustimmen.  Das Festkonzert, ebenso in der Allerheiligen Hofkirche, spannt musikalisch und zeitlich einen weiten Bogen über das gesamte geniale Schaffen Mozarts. Aus seiner Sakralmusik kommt das Te Deum für Chor und Orchester (komponiert 1769) und die Solokantate „Exsultate jubilate“ (1773) mit Gerlinde Sämann zur Aufführung -  Werke, die von der unvergleichlichen Reife des jungen Mozart zeugen. Von seinen Symphonien wird die „Prager Sinfonie“ (1786) gespielt, mit der er an seinem Höhepunkt in diesem Genre angekommen ist. Als Solokonzert erklingt Mozarts berühmtes  Klarinettenkonzert (1791), gespielt auf einer Bassettklarinette (Solist Diego Montes). Dieses Instrument wurde nach einer vor kurzem entdeckten Abbildung der Klarinette von Anton Stadler, für den Mozart das Konzert geschrieben hat, nachgebaut.
Das Klarinettenkonzert entstand kurz vor Mozarts Tod, es ist wohl sein schönstes und reifstes Instrumentalkonzert.
Jörg Hube liest u.a. aus  E. Mörikes Novelle „Mozart auf der Reise nach Prag“.